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	<title>antischokke &#187; G8-Verfahren</title>
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		<title>An der Tafel der Demokratie</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 16:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[G8-Verfahren]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Aufräumen habe ich heute die alte Einladung zur „Tafel der Demokratie“ gefunden. Da lädt der jeweilige neue Bundespräsident „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor ein wird zu Ehren des jeweiligen neuen Bundespräsidenten „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Aufräumen habe ich heute die alte Einladung zur „Tafel der Demokratie“ gefunden. Da <del>lädt der jeweilige neue Bundespräsident „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor ein</del> wird zu Ehren des jeweiligen neuen Bundespräsidenten „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor eingeladen. Da uns ja möglicherweise bald wieder eine solche Veranstaltung bevor steht und ich die Ereignisse vom letzten Mal noch gar nicht richtig verarbeitet habe <em>(Danke an die, die mich später im Oberholz in den Arm genommen haben!)</em>, erzähle ich euch mal was. Außerdem steht ja immer noch die Aufarbeitung der ganzen <a href="http://www.antischokke.de/category/g8-verfahren/">Geschehnisse aus Rostock</a> aus, und unsere <a href="http://www.antischokke.de/2011/12/18/ich-werde-iron-bloggerin-echt-jetzt/">Iron Bloggerei</a> soll mich endlich motivieren, meine Gedächtnisprotokolle und Notizen hier zu teilen. </p>
<p><img src="http://www.antischokke.de/wp-content/uploads/2009/IMAG1140.jpg" alt="" title="Tafel der Demokratie" width="560" class="aligncenter wp-image-2254" /><br clear="all" /></p>
<h3>Mit Sicherheit</h3>
<p>Ich wusste, dass bei der Anmeldung zur Veranstaltung die persönlichen Daten aller Gäste an das BKA gegeben und dort auf Übereinstimmung mit bekannten Terroristinnen, Demonstrationsteilnehmern und anderen Gefährderinnen gerastert werden. Mein Verfahren wurde ja damals eingestellt und der Richter sicherte zu, dass es keinerlei Einträge geben würde. Da nach dem Check keine Rückmeldung kam, ging ich davon aus, willkommener Gast zu sein. </p>
<p>Der Einlass zum Pariser Platz war unspektakulär: An der ersten Kontrollstelle wurde geprüft, ob der Name auf der Einladungskarte mit dem im Personalausweis übereinstimmte. Am zweiten Stopp wurden nach Vorlage der beiden Dokumente die Platzkarten und Eintrittsbändchen vergeben. Beim Einlass auf den Platz wurden die Taschen kontrolliert, in dem die Security entweder fragte, was man denn so dabei hat oder einen flüchtigen Blick in einzelne Taschen warf. Das Gelände war nach außen mehr oder weniger abgeriegelt, es gab aber genug offene, zugängliche Stellen, an denen Gegenstände von draußen nach drinnen hätten gegeben werden können. Außerdem waren angrenzende Hotels und Gebäude teilweise sowohl für Gäste als auch für Passanten zugänglich.</p>
<h3>Kommen Sie mal mit!</h3>
<p>Nachdem wir unseren Tisch gefunden hatten, drehte ich mit zwei Bekannten einige Runden über den Platz und zum Sektausschank. Etwa 45 Minuten nach unserer Ankunft suchten wir die Toiletten in der Akademie der Künste auf. Als wir wieder auf den Platz zurück wollten, wurden wir von vier Polizeibeamten aufgehalten: „Können wir mal Ihre Papiere sehen?“ Wir zeigte unsere Ausweise. „Frau Ebber, kommen Sie bitte mal mit uns mit.“ Ich war erstaunt: „Warum das denn?“ „Ja, Frau Ebber, Sie sind ja schon mal polizeilich aufgefallen. Kommen Sie jetzt mal mit uns mit.“ „Was soll das denn? Was wollen Sie denn von mir?“ „Wir wollen Ihnen mal ins Gewissen reden und werden Sie außerdem durchsuchen.“ </p>
<p>Aha. Ich wurde in einen Polizeiwagen geführt. „Also, Frau Ebber. Heute abend sind wir ja zu Ehren des neuen Bundespräsidenten, Herrn Wulff, hier. Wir gehen davon aus, dass Sie sich hier zu benehmen wissen.“ wurde mir mit erhobenem Zeigefinger und ernster Miene eingebläut. Haha! „Und was soll das jetzt heißen? Dass ich hier nicht rülpsen darf oder was?“ „Doch, rülpsen dürfen Sie schon. Wobei &#8211; naja, das sollten Sie eigentlich auch nicht.“ Witzig. </p>
<p>Fassungslosigkeit ob deren Vorgehen. „Und was soll ich meinen Begleitern erklären, dass Sie mich hier rausziehen und durchsuchen?“ „Die haben davon ja gar nichts mitbekommen.“ „Haha, Sie haben mich doch vor den Augen deren kontrolliert, natürlich bekommen die das mit!“ „Na, dann denken Sie sich eben eine schöne Geschichte aus.“ </p>
<h3>Bitte benehmen Sie sich anständig!</h3>
<p>Auf meine vielen Nachfragen, wie sie mich in der Menschenmasse ausgemacht haben, woher sie den Auftrag zum Zugriff haben, wo ich mich über das Vorgehen beschweren kann etc. hieß es nur, ich solle mich ans BKA wenden. „Ich möchte Widerspruch gegen die Durchsuchung einlegen.“ „Können Sie machen, nützt Ihnen aber nichts, wir machen es trotzdem.“ „Dann möchte ich die Veranstaltung jetzt verlassen.“ „Können Sie machen, aber vorher durchsuchen wir Sie.“ Also keine Möglichkeit, weiteren Erniedrigungen zu entgehen. Zur Durchsuchung musste mich bis auf die Unterwäsche ausziehen, meine Tasche wurde komplett auseinander genommen, das volle Programm also. Das alles dauerte ungefähr 10 oder 15 Minuten, als sie keinerlei Verdächtigkeiten feststellen konnten, durfte ich endlich gehen. Zum Abschied bekam ich noch ein „Wir werden Sie den ganzen Abend im Auge haben! Wir gehen davon aus, dass Sie sich entsprechend benehmen.“ mit auf den Weg. </p>
<p>Ziemlich verstört kam ich dann zurück an unseren Tisch. In der nächsten Minute setzte die Nationalhymne ein. Es gab Fleisch in Aspik und Fleisch in Suppe. </p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Nachschlag, on/off topic</h3>
<p><a href="https://twitter.com/#!/presroi">Mathias Schindler</a> hat über „Frag den Staat“ eine <a href="https://fragdenstaat.de/anfrage/abschrift-eines-telefonanrufes/">Anfrage an das Bundespräsidialamt</a> gestellt: <em>Abschrift des Telefonates von Bundespräsident Christian Wulff auf dem Anrufbeantworter des BILD-Chefredakteurs Kai Diekmann am 12. Dezember 2011.</em> Grandiose Aktion!</p>
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		<title>#Urteilsverkündung: &#8220;journalist&#8221; über das Twittern aus dem Gerichtssaal</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2010/01/11/urteilsverkundung-journalist-uber-das-twittern-aus-dem-gerichtssaal/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 23:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[G8-Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Berichterstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Dezemberausgabe der Zeitschrift &#8220;journalist&#8221; fand sich ein Artikel zum Thema Live-Twittern aus dem Gerichtssaal. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion stelle ich hier das PDF zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. Klick (PDF): René Martens in Journalist 12/2009: #Urteilsverkündung Nach dem Artikel Twittern im Gerichtssaal &#8211; The revolution will not be televised von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Dezemberausgabe der Zeitschrift &#8220;<a href="http://www.journalist.de/">journalist</a>&#8221; fand sich ein Artikel zum Thema Live-Twittern aus dem Gerichtssaal. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion stelle ich hier das PDF zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. </p>
<p>Klick (PDF): <a href='http://www.antischokke.de/wp-content/uploads/2009/journalist_urteilsverkündung.pdf'>René Martens in Journalist 12/2009: #Urteilsverkündung</a></p>
<p>Nach dem Artikel <a href="http://www.kommunikationundrecht.de/archiv/pages/show.php?id=68031">Twittern im Gerichtssaal &#8211; The revolution will not be televised</a> von <a href="http://www.kriegs-recht.de/ist-das-twittern-im-gerichtssaal-erlaubt/">Henning Krieg</a> in  &#8220;Kommunikation &#038; Recht&#8221; ein weiterer Beitrag, der sich mit der Live-Berichterstattung vor Gericht beschäftigt. </p>
<p>Neben <a href="http://www.antischokke.de/2009/09/14/g8-verfahren-wird-gegen-bussgeld-eingestellt/">meinem eigenen Fall</a> werden hier auch der Journalist Ron Sylvester und die Reporterin Trish Mehaffey vorgestellt, die die Gerichtstwitterei in den USA seit längerem und recht erfolgreich betreiben. In den USA sind TV-Liveberichte in den meisten Staaten erlaubt, das Twittern könnte der schreibenden Zunft demnach zur Kompensation von Wettbewerbsnachteilen dienen. </p>
<blockquote><p>Auf dem deut­schen Medienmarkt dagegen sehen sich die TV-Sender bei Gerichts­verfahren in ihrer Arbeit einge­schränkt, weil sie anders als schreibende Journalisten ihre Möglichkeiten nicht voll aus­ schöpfen können. Mit Prozess-Tweets könnten die Ableger von Printmedien ihre Vorteile gegen­ über Fernsehen und Radio sogar ausbauen – obwohl es natürlich auch jedem Sender freisteht, Mit­arbeiter für die Lieferung von 140-Zeichen-Nachrichten ins Ge­richt zu schicken.</p>
<p>Wenn sich das Mikrobloggen als Berichterstattungsform für Prozessreporter als rechtlich zuläs­sig erweisen sollte, dürfte diese Diskussion noch einmal Auftrieb erhalten. Henning Krieg jedenfalls glaubt, dass Twitter „auf längere Sicht eventuell das Tor zur um­fassenderen Zulässigkeit auch der Berichterstattung in Film und Ton weiter aufstoßen“ könnte.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übrigens: Nach acht Monaten sind vor Weihnachten zwei Berliner Jugendliche aus der U-Haft entlassen worden, denen vorgeworfen wird, bei der 1.-Mai-Demonstration einen Molotowcocktail auf Polizeibeamte geworfen zu haben. Die Widersprüche des Verfahrens hat die FR mit <a href="http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=2175490&#038;em_cnt_page=1">Acht gestohlene Monate</a> ganz anschaulich dokumentiert, nähere Informationen gibt auf der Seite der <a href="http://www.yunus-rigo-prozess.de/">ProzessbeobachterInnen</a>. </p>
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		<title>Neues zur Polizeigewalt bei der &#8220;Freiheit statt Angst&#8221;-Demo</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2009/11/06/neues-zur-polizeigewalt-bei-der-freiheit-statt-angst-demo/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 19:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Chaos Computer Club hat heute eine ausführliche Auseinandersetzung mit den gewalttätigen polizeilichen Ausschreitungen bei der Demonstration &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; vom September 09 veröffentlicht. Neben einer Analyse der Polizistenaussagen durch den Rechtsanwalt Johnny Eisenberg wird dort auch neues Videomaterial vorgestellt. Es zeigt den Ablauf jeweils aus den Perspektiven der beiden vor Ort eingesetzten Polizeikameras sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chaos Computer Club hat heute eine ausführliche <a href="http://www.ccc.de/en/updates/2009/update-zum-polizeieinsatz-auf-der-demo-freiheit-statt-angst-v-12-09">Auseinandersetzung mit den gewalttätigen polizeilichen Ausschreitungen</a> bei der Demonstration &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; vom September 09 veröffentlicht.</p>
<p>Neben einer Analyse der Polizistenaussagen durch den Rechtsanwalt Johnny Eisenberg wird dort auch neues Videomaterial vorgestellt. Es zeigt den Ablauf jeweils aus den Perspektiven der beiden vor Ort eingesetzten Polizeikameras sowie der Aufnahmen der Demoteilnehmer. </p>
<p>Der CCC macht das Material aus gutem Grund öffentlich zugänglich:  </p>
<blockquote><p>Ein Opfer polizeilicher Gewalt wird zum Täter gemacht. Der Polizeipräsident verleumdet ihn, verkündet öffentlich und im Innenausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses, das Opfer selbst sei schuld, er habe gestört. Die beteiligten Polizeibeamten organisieren sogleich nach der Tat Falschaussagen und Falschbeschuldigungen, verschweigen die eigene gemeinschaftlich begangenen Straftaten.</p>
<p>Am Rande einer Demonstration gegen zunehmende Einschränkungen von Grundrechten, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das Recht auf IT-Freiheit und Persönlichkeitsrechte wird der Mann zusammengeschlagen. Ihm werden Ober- und Unterlippe zerrissen und vom Kiefer abgerissen. Bei der gewalttätigen Festnahme verschwinden Aufzeichnungen, die ihm dazu dienen sollten, den an den Gewalttaten beteiligten Polizeibeamten zu identifzieren, der sich zuvor geweigert hatte, seine Dienstnummer anzugeben.</p>
<p>[...] </p>
<p>Die Polizeivideos belegen weiter: Die Sprache der Beamten und deren Körperhaltung ist martialisch, machistisch, gewaltbetonend, aggressiv. Sie reden vom polizeilichen Gegenüber, von Linksextremisten. Einfache Nachfragen nach Dienstnummern, einfacher Protest gegen die Verhältnismäßigkeit polizeilichen Vorgehens werten sie als Störungen des Polizeieinsatzes. Die Polizeibeamten wirken aufgehetzt, sie erscheinen äußerlich teilweise als Skinheads, teilweise haben sie extrem kurze Haare und ähneln dem Erscheinungsbild zeitgenössischer Rechtsradikaler.</p></blockquote>
<p>Puh, da klingelt&#8217;s auch bei mir. Erschien doch einer der Polizeibeamten, die gegen mich aussagten, kahlgeschoren, bis an die Ohren tätowiert und mit einer &#8220;West Coast Choppers&#8221;-Jacke zum offiziellen Gerichtstermin. Dass die Beamten, die mich festgenommen und &#8220;mit einfacher körperlicher Gewalt&#8221; niedergeprügelt haben, ebenfalls der hier beteiligten Einsatzhundertschaft angehörten, erwähnte ich ja bereits. Und weiter: </p>
<blockquote><p>Seit vierzig Jahren berichten Strafverteidiger und Betroffene immer wieder davon, daß Demonstranten willkürlich von Polizisten zusammengeschlagen und anschließend mit dem falschen Vorwurf strafrechtlich verfolgt wurden, Widerstand gegen die Polizeibeamten geleistet zu haben. Es hat unzählige Verurteilungen solcher Opfer polizeilicher Gewalt gegeben, unzählige Polizeibeamte kamen ungestraft davon. Es handelt sich nicht um ein Augenblicksversagen der Schläger. Das Verhalten der Polizeiführung und des Innensenators im Anschluß belegt, daß die Schläger mit deren Billigung handeln und auf deren Deckung und Rechtfertigung zählen konnten. Es zeigt, daß die Behörde selbst durch das Fertigen und Verfolgen von Strafanzeigen gegen das Tatopfer den Korpsgeist zum Schutze der Schläger organisiert.</p></blockquote>
<p>Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, wir sind leider größtenteils hilflos. Vielleicht noch der Hinweis, dass es sich in vielen Fällen lohnt, in die Berufung zu gehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Richter vorm Landgericht immerhin ein bisschen genauer hinschauen und neutraler urteilen als es vor dem Amtsgericht der Fall war. </p>
<p>Den gesamten Artikel sowie die Videos <a href="http://www.ccc.de/en/updates/2009/update-zum-polizeieinsatz-auf-der-demo-freiheit-statt-angst-v-12-09">gibt es drüben beim CCC</a>. Dorthin ein herzliches Dankeschön für die Veröffentlichung dieser Materialien!</p>
<p><strong>UPDATE:</strong> Dazu ein Artikel in der taz &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mal-eben-weggeschaut/">Neues Video belastet Beamten &ndash; Mal eben weggeschaut</a>&#8221; und einer aus der Morgenpost: &#8220;<a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1204538/Juristische-Schlappe-fuer-Berlins-Polizeichef.html">Unterlassungserklärung &ndash; Juristische Schlappe für Berlins Polizeichef</a>&#8220;.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Twittern im Gerichtssaal &#8211; The revolution will not be televised</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2009/10/30/twittern-im-gerichtssaal-the-revolution-will-not-be-televised/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 18:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rechtsanwalt Henning Krieg hat in &#8220;Kommunikation &#038; Recht&#8221; (Heft 11, 2009) einen ausführlichen Artikel zum Thema &#8220;Twittern im Gerichtssaal &#8211; The revolution will not be televised&#8221; veröffentlicht. Darin untersucht er, ob die Liveberichterstattung per Twitter, Micro-Blogging und News-Ticker trotz § 169 S. 2 GVG in die deutschen Gerichtssäle einzieht. Darin ist auch die Rede von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kriegs-recht.de/">Rechtsanwalt Henning Krieg</a> hat in &#8220;<a href="http://www.kommunikationundrecht.de/">Kommunikation &#038; Recht</a>&#8221; (Heft 11, 2009) einen ausführlichen Artikel zum Thema &#8220;<a href="http://www.kommunikationundrecht.de/archiv/pages/show.php?id=67917">Twittern im Gerichtssaal &#8211; The revolution will not be televised</a>&#8221; veröffentlicht. </p>
<p>Darin untersucht er, ob die Liveberichterstattung per <a href="http://twitter.com">Twitter</a>, Micro-Blogging und News-Ticker trotz <a href="http://dejure.org/gesetze/GVG/169.html">§ 169 S. 2 GVG</a> in die deutschen Gerichtssäle einzieht.</p>
<p>Darin ist auch die Rede von der Twitter-Live-Berichterstattung aus meiner <a href="http://www.antischokke.de/2009/09/09/mein-g8-verfahren-in-rostock/">Gerichtsverhandlung im G8-Verfahren</a>: </p>
<blockquote><p>Am 14. 9. 2009 twitterten die Nutzer &#8220;<a href="http://www.twitter.com/sebaso">sebaso</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.twitter.com/mspro">mspro</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.twitter.com/343max">343max</a>&#8221; live aus der mündlichen Verhandlung eines in Rostock geführten Strafverfahrens. Ihr erklärtes Ziel war, für eine möglichst große Öffentlichkeit für das Verfahren zu sorgen, in dem eine Bekannte von ihnen angeklagt war. Neben allgemeinen Informationen zum Verfahrensverlauf gaben sie auch Aussagen von vom Gericht gehörten Zeugen wieder &#8211; und dies bereits, als das Gericht noch nicht alle Zeugen gehört hatte.</p></blockquote>
<p>Ich empfehle unbedingt die Lektüre des kompletten Artikels und möchte hier keine laienhafte Wiedergabe des Sachverhaltes vornehmen. </p>
<p>Nur soviel: Henning kommt zu dem Ergebnis, dass das Live-Twittern und -Tickern aus Gerichtsverhandlungen heraus ist mit § 169 S. 2 GVG vereinbar ist. In dem Beitrag geht es außerdem um die Frage, in wie weit Bild- und Tonaufnahmen mit der Berichterstattung mittels Twitter gleichzusetzen sind und ob durch eine Erlaubnis der Twitterei eine Diskriminierung von &#8220;Ton- und Filmjournalisten&#8221; stattfände. </p>
<p>Der Artikel endet mit einem Appell an den Gesetzgeber: </p>
<blockquote><p>Viel zu gering erscheint dafür vor allem die Gefahr ähnlich intensiver Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte Verfahrensbeteiligter, wie sie mit Blick insbesondere auf die Filmberichterstattung zu befürchten sind. Sollte der Gesetzgeber jedoch zur Reform von § 169 GVG schreiten und jedwede Live-Berichterstattung aus Gerichtsverhandlungen verbieten wollen, dann sollte er darauf achten, dass es nicht auf eine medien- oder pressetypische Berichterstattung ankommen kann, sondern der Vorgang der Live-Berichterstattung als solcher im Mittelpunkt stehen muss.</p></blockquote>
<p><strong>Update 10.11.09:</strong> Wie <a href="http://www.kriegs-recht.de/ist-das-twittern-im-gerichtssaal-erlaubt/">Henning Krieg in seinem Blog</a> berichtet, ist das Twittern in <a href="http://news.cnet.com/8301-1023_3-10393739-93.html?tag=mncol">Gerichten in den USA bereits untersagt worden</a>. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Anklage gegen Entlastungszeugen aufgehoben</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 16:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Schreiben vom 06.10.2009 hat die Staatsanwaltschaft Rostock die Anklage wegen &#8220;falscher uneidlicher Aussage&#8221; gegen meine Entlastungszeugen aufgehoben! Eine Begründung oder gar Rechtsgrundlage wird in dem Schreiben leider nicht genannt und der von mir erwartete Blumengruß samt offiziellem Entschuldigungsschreiben blieb auch aus. Zu klären ist noch die Frage, ob die Kosten für den anwaltlichen Beistand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Schreiben vom 06.10.2009 hat die Staatsanwaltschaft Rostock die Anklage wegen &#8220;falscher uneidlicher Aussage&#8221; gegen meine Entlastungszeugen aufgehoben! </p>
<p>Eine Begründung oder gar Rechtsgrundlage wird in dem Schreiben leider nicht genannt und der von mir erwartete Blumengruß samt offiziellem Entschuldigungsschreiben blieb auch aus. </p>
<p>Zu klären ist noch die Frage, ob die Kosten für den anwaltlichen Beistand der beiden vom Gericht getragen werden. Außerdem warte ich auf den Brief aus Rostock, der mir die endgültige Einstellung meines Verfahrens bescheinigt. </p>
<p>Für Hintergründe zur Sache bitte hier entlang: <a href="http://www.antischokke.de/category/g8-verfahren/">http://www.antischokke.de/category/g8-verfahren/</a> </p>
<p>Ich bitte noch um ein wenig Geduld, die versprochene Dokumentation des Verfahrens, der Absurditäten und Widersprüche werde ich hier ausführlich nachholen. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beschluss der Hauptverhandlung</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2009/09/19/beschluss-der-hauptverhandlung/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 22:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute erreichte mich der Beschluss aus Rostock. Damit habe ich nochmals schriftlich vorliegen, was bei der Hauptverhandlung am 14.09.09 verkündet wurde. Zu Dokumentationszwecken hier eine von mir persönlich angefertigte Abschrift (inkl. Fehlern): Mit Zustimmung des Vertreters der Staatsanwaltschaft sowie der Angeklagten wird das Verfahren gemäß § 153a Abs. 2 StPO vorläufig eingestellt, wobei der Angeklagten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute erreichte mich der Beschluss aus Rostock. Damit habe ich nochmals schriftlich vorliegen, was bei der <a href="http://www.antischokke.de/2009/09/14/g8-verfahren-wird-gegen-bussgeld-eingestellt/">Hauptverhandlung am 14.09.09</a> verkündet wurde. </p>
<p>Zu Dokumentationszwecken hier eine von mir persönlich angefertigte Abschrift (inkl. Fehlern): </p>
<blockquote><p>Mit Zustimmung des Vertreters der Staatsanwaltschaft sowie der Angeklagten wird das Verfahren gemäß § 153a Abs. 2 StPO vorläufig eingestellt, wobei der Angeklagten aufgegeben wird binnen 6 Monaten eine Geldbuße in Höhe von 900,&#8211; € an die Staatskasse [...] zu zahlen. Der Angeklagten wird nachgelassen diesen Betrag in 6 monatlichen Teilbeträgen in Höhe von 150,&#8211; € beginnend mit dem 01.10.2009 zu zahlen. </p>
<p>Werden die Leistungen erbracht, wird das Verfahren endgültig eingestellt werden, anderenfalls müsste es fortgesetzt werden.</p></blockquote>
<p>Auch wenn ich ein ganz kleines bisschen neugierig bin, wie so eine Fortsetzung wohl aussehen würde, möchte ich mir das lieber ersparen. Die 900 € sind schon auf dem Weg in die Staatskasse. </p>
<p>Um mich darüberhinaus auch finanziell bei allen UnterstützerInnen zu bedanken, habe ich heute die Eröffnung eines Kontos für Spenden in die Wege geleitet. Dazu werde in der nächsten Woche noch Näheres schreiben. </p>
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		<title>Kennzeichnungspflicht für Berliner Polizisten</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 20:21:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[G8-Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kennzeichnungspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wäre in meinem Fall auch ganz interessant gewesen: Berliner Polizei &#8211; Polizisten bekommen Namen oder Nummer an die Brust In der Vergangenheit waren Forderungen nach einer individuellen Kennzeichnung der Polizisten am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. „Wenn die blauen Uniformen ab 2010 Schritt für Schritt eingeführt werden, wollen wir, dass die Beamten ihren Namen oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wäre in <a href="http://www.antischokke.de/2009/09/09/mein-g8-verfahren-in-rostock/">meinem Fall</a> auch ganz interessant gewesen: </p>
<p><strong><a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1171554/Polizisten_bekommen_Namen_oder_Nummer_an_die_Brust.html">Berliner Polizei &ndash; Polizisten bekommen Namen oder Nummer an die Brust</a></strong></p>
<blockquote><p>In der Vergangenheit waren Forderungen nach einer individuellen Kennzeichnung der Polizisten am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. „Wenn die blauen Uniformen ab 2010 Schritt für Schritt eingeführt werden, wollen wir, dass die Beamten ihren Namen oder ihre Dienstnummer an der Brust tragen“, sagte Thomas Goldack. Die Schilder sollen zum Teil mit Klettverschlüssen an den Jacken und Anzügen und Hemden angebracht werden. Die Umstellung soll auch für die geschlossenen Polizeieinheiten, also Direktionshundertschaften und Bereitschaftspolizei wirksam werden. Deren vierstellige Kennziffern auf dem Rücken der Einsatzkleidung soll beibehalten werden.</p>
<p>Die Forderung nach Namensschildern für Polizisten hatte seit dem gewalttätigen Zwischenfall bei einer Demonstration gegen die sogenannte Vorratsdatenspeicherung am vergangenen Wochenende neue Nahrung erhalten. Wie berichtet, hatten Beamte einer Einsatzhundertschaft einen Radfahrer geschlagen. Der Mann soll laut Polizei zuvor den Versuch einer Gefangenenbefreiung unternommen haben. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Na0VMIW6oqU&#038;NR=1">Ein Video, das prügelnde Polizisten zeigt, war nach der Demonstration im Internet verbreitet worden.</a> </p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Verfahren gegen meine Entlastungszeugen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 22:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Verfahren gegen meine beiden Entlastungszeugen sind noch nicht vom Tisch. Zunächst muss mein Verfahren komplett eingestellt sein (was nach Zahlung der 900 Euro der Fall ist), dann werden die beiden anderen Fälle behandelt. Aufgrund des Ausgangs meines Verfahrens ist wohl davon auszugehen, dass diese ebenfalls eingestellt werden &#8211; sicher ist das allerdings nicht. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verfahren gegen meine beiden Entlastungszeugen sind noch nicht vom Tisch. Zunächst muss <a href="http://www.antischokke.de/2009/09/15/einstellung-nach-153a-strafprozessordnung/">mein Verfahren komplett eingestellt</a> sein (was nach Zahlung der 900 Euro der Fall ist), dann werden die beiden anderen Fälle behandelt. </p>
<p>Aufgrund des Ausgangs meines Verfahrens ist wohl davon auszugehen, dass diese ebenfalls eingestellt werden &ndash; sicher ist das allerdings nicht. Vor allem steht noch nicht fest, ob bei einer Einstellung die ihnen entstandenen Anwaltskosten erstattet werden. Die beiden haben sich natürlich ebenfalls um rechtliche Beratung und Zeugenbeistand bemüht; bei den Vorwürfen der <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/153.html">falschen uneidlichen Aussage vor Gericht</a> eine nachvollziehbare und richtige Konsequenz. </p>
<p>Ein ganz großes Dankeschön an die beiden Herren, die sich nicht durch diese Maßnahmen haben einschüchtern lassen, sondern weiterhin zu ihren Aussagen stehen! </p>
<p>Über den weiteren Verlauf dieser Geschichte halte ich euch hier natürlich auch auf dem Laufenden.  </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einstellung nach § 153 a Strafprozessordnung</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2009/09/15/einstellung-nach-153a-strafprozessordnung/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 15:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um meine und eure Verwirrung hinsichtlich des Bußgeldes zu entwirren: Mein Verfahren wurde nach § 153 a Strafprozessordnung eingestellt. Rechtlich ist damit nicht festgelegt, welcher Tatvorwurf mir im Einzelnen überhaupt zu machen ist; eine solche Einstellung bringt zum Ausdruck, dass ich mich nur so gering schuldig gemacht habe, dass darin enthaltenes Unrecht &#8211; hier wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um meine und eure Verwirrung hinsichtlich des <a href="http://www.antischokke.de/2009/09/14/g8-verfahren-wird-gegen-bussgeld-eingestellt/">Bußgeldes </a>zu entwirren: </p>
<p>Mein Verfahren wurde nach <a href="http://dejure.org/gesetze/StPO/153a.html">§ 153 a Strafprozessordnung</a> eingestellt. Rechtlich ist damit nicht festgelegt, welcher Tatvorwurf mir im Einzelnen überhaupt zu machen ist; eine solche Einstellung bringt zum Ausdruck, dass ich mich nur so gering schuldig gemacht habe, dass darin enthaltenes Unrecht &ndash; hier wegen der Vermummung &ndash; durch die Geldbusse getilgt ist.</p>
<p>Wie zuvor beschrieben, konnten weder für den Steinwurf noch für den Widerstand Beweise erbracht werden, während eine Vermummung nicht gänzlich ausgeschlossen wurde.</p>
<p>Erstaunlich finde ich nach wie vor, dass die Staatsanwaltschaft selber angeregt hat, das Verfahren nach § 153 a einzustellen. Aus den &#8220;Aussagen&#8221; der als <em>Belastungszeugen</em> geladenen Berliner Polizeibeamten ließ sich keine Schuld ableiten &ndash; anscheinend eher im Gegenteil, denn meine beiden <em>Entlastungszeugen</em> wurden ja gar nicht mehr angehört. </p>
<p>Ich kann gar nicht oft genug wiederholen, wie wichtig &#038; richtig es war, dass wir uns nach dem ungerechten Urteil vor dem Amtsgericht nicht haben einschüchtern lassen und in die Berufung gegangen sind. </p>
<p>Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>G8-Verfahren wird gegen Bußgeld eingestellt</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2009/09/14/g8-verfahren-wird-gegen-bussgeld-eingestellt/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 16:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier ganz kurz das Ergebnis des heutigen Verhandlungstages vor dem Landgericht Rostock (Mein G8-Verfahren in Rostock), morgen werde ich noch ausführlicher dazu schreiben: Gegen eine Zahlung von 900 Euro Bußgeld wird mein Verfahren eingestellt: Sobald das Geld bei Gericht eingegangen ist, gilt mein Verfahren als eingestellt, ich bekomme keine Vorstrafe und keine weiteren Einträge. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ganz kurz das Ergebnis des heutigen Verhandlungstages vor dem Landgericht Rostock (<a href="http://www.antischokke.de/2009/09/09/mein-g8-verfahren-in-rostock/">Mein G8-Verfahren in Rostock</a>), morgen werde ich noch ausführlicher dazu schreiben: </p>
<p><strong>Gegen eine Zahlung von 900 Euro Bußgeld wird mein Verfahren eingestellt:</strong> Sobald das Geld bei Gericht eingegangen ist, gilt mein Verfahren als eingestellt, ich bekomme keine Vorstrafe und keine weiteren Einträge. Ich trage weder die Kosten des Verfahrens noch die Kosten für meine Anwältin. </p>
<p>Die Vorwürfe hinsichtlich des Steinwurfes sowie des Widerstandes gegen Polizeibeamte konnten entkräftet, der Verstoß gegen das Versammlungsgesetz hingegen nicht gänzlich ausgeschlossen werden (genaueres zum rechtlichen Sachverhalt folgt im längeren Text). </p>
<p>Meine beiden Entlastungszeugen, gegen die ja ebenfalls ein Verfahren wegen &#8220;falscher uneidlicher Aussage vor Gericht&#8221; eröffnet wurde, wurden heute gar nicht mehr befragt; die Befragung der Polizeibeamten &#8211; also der eigentlichen <em>Belastungszeugen</em> &#8211; reichten Richter und Staatsanwaltschaft für die Einstellung meines Verfahrens aus. Wie und ob das Verfahren gegen meine beiden Zeugen nun weiter läuft, steht noch nicht fest. Das heutige Ergebnis lässt aber meiner Meinung nach darauf schließen, dass die Vorwürfe gegen sie ebenfalls nicht mehr haltbar sind. </p>
<p>Auch wenn das Ergebnis für mich zunächst eine große Erleichterung darstellt, macht es meine Erlebnisse, Ängste und meine Fassungslosigkeit im Rahmen der Verhaftung, des Prozesses und der Begleitumstände nicht ungeschehen. Ich bin sehr froh, dass wir den Schritt in die Berufung gegangen sind und sehr dankbar für die breite Unterstützung aus verschiedensten Kreisen. Die vielen solidarischen Worte und der Support vor Ort heute in Rostock zeigen mir, dass es die richtige Entscheidung war, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen. Ich danke euch allen sehr herzlich! </p>
<p>Wer nicht bis morgen auf nähere Schilderungen zum Verfahren warten möchte, kann sich gerne die Twitter-Live-Berichterstattung aus dem Gericht von <a href="http://twitter.com/sebaso">@sebaso</a>, <a href="http://twitter.com/mspro">@mspro</a> und <a href="http://twitter.com/343max">@343max</a> anschauen, oder eine <a href="http://search.twitter.com/search?q=antischokke">Twittersuche nach antischokke</a> anstrengen. </p>
<p>Und um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: NEIN. Ich habe keinen einzigen Stein geworfen.</p>
<p>Außerdem: <a href="http://netzpolitik.org/2009/fsa09-unerfreuliche-polizei-aktion/">Unerfreuliche Polizei-Aktion bei der Demonstration &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; am letzten Samstag</a>.</p>
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