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	<description>united states of whatebber</description>
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		<title>Aufruf zur Demonstration gegen ACTA</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 10:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erlaube mir mal, den Aufruf der Berliner Initiative gegen das ACTA-Abkommen zu kopieren. Obwohl ich das gar nicht darf. Die Seite steht nämlich unverständlicherweise unter regulärem Copyright. Nunja. UPDATE: Auf Nachfrage wurde mir jetzt bestätigt, dass alle Texte dort unter CC-BY stehen, bzw. sogar gemeinfrei seien. Schön. Für alle, die sich jetzt fragen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich erlaube mir mal, den <a href="http://www.stopactaberlin.de/aufruf/">Aufruf der Berliner Initiative gegen das ACTA-Abkommen</a> zu kopieren. Obwohl ich das gar nicht darf. Die Seite steht nämlich unverständlicherweise unter regulärem Copyright. Nunja. UPDATE: Auf Nachfrage wurde mir jetzt bestätigt, dass alle Texte dort unter CC-BY stehen, bzw. sogar gemeinfrei seien. Schön. </p>
<p>Für alle, die sich jetzt fragen, was an diesem ACTA eigentlich so gefährlich für uns alle ist: <a href="http://mspr0.de/?p=2810">Michi hat das drüben sehr anschaulich erklärt</a>.</em></p>
<p><a href="http://www.stopactaberlin.de/"><img src="http://www.antischokke.de/wp-content/uploads/2009/actastrip.png" alt="" title="ACTA-Protest" width="654" height="156" class="aligncenter size-full wp-image-2369" /></a></p>
<p>
<h3>AUFRUF</h3>
</p>
<p>Gemeinsam können wir ACTA stoppen. ACTA geht uns alle an.</p>
<p>Das freie Internet, wie wir es kennen, steht seiner bisher größten Bedrohung gegenüber: ACTA. Das internationale Handelsabkommen “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” steht kurz davor, von der EU und ihren Mitgliedstaaten angenommen zu werden. Doch der Widerstand gegen ACTA wächst weltweit und die erfolgreichen Proteste in Polen zeigen: Gemeinsam können wir ACTA stoppen!</p>
<p>
<h3>WARUM WIR GEGEN ACTA SIND:</h3>
</p>
<ul>
<li><strong>ACTA ist undemokratisch</strong> und hinter verschlossenen Türen verhandelt worden. Während Vertreter der Pharma-, Film- und Musikindustrie mitreden durften, wurden gewählte Abgeordnete und die Zivilgesellschaft ausgeschlossen. Nationale Parlamente oder das EU-Parlament durften also nicht mitreden, sie können nun lediglich zustimmen oder ablehnen.</li>
<li><strong>ACTA gefährdet Menschenleben</strong>: Harte Sanktionen im Transit sollen den Zugang zu kostengünstigen Medikamenten (Generika) erschweren. Die Leidtragenden sind zumeist Menschen in Entwicklungsländern, welche sich die teure Medizin aus den Industriestaaten nicht leisten können.</li>
<li><strong>ACTA bedroht das freie Internet:</strong> Provider und Webseiten-Betreiber sollen ermutigt werden, ihre Nutzer zu überwachen und Inhalte herauszufiltern. “Freiwillige” Lösungen zwischen privaten Akteuren werden durch das ACTA-Abkommen gefördert. Dadurch werden unsere Grundrechte in die Hände der Wirtschaft gegeben.</li>
<li><strong>ACTA zementiert das veraltete Urheberrecht:</strong> Das Abkommen soll eine Grundsatzentscheidung treffen, damit alte und überkommene Geschäftsmodelle in die nächsten Dekaden gerettet werden. Dadurch stellt sich ACTA gegen Innovation und zeitgemäße Modelle, die den Interessen von Nutzern und Kreativen Rechnung tragen. Die rasanten Umbrüche der modernen digitalen Welt werden ignoriert.</li>
</ul>
<p>
<h3>WAS WIR ACTA ENTGEGENSTELLEN:</h3>
</p>
<ul>
<li>Statt Intransparenz und Hinterzimmerpolitik fordern wir <strong>Demokratie, Transparenz und die Integration der Zivilgesellschaft</strong> bei der Entstehung internationaler Abkommen.</li>
<li>Wir wollen eine Politik, die den <strong>Menschenleben stets vor Geschäftsinteressen</strong> stellt.</li>
<li>Statt einer gefährlichen Privatisierung des Rechts fordern wir den <strong>Erhalt und Ausbau von Grund- und Freiheitsrechten</strong>.</li>
<li>Wir setzen uns <strong>für ein modernes, verständliches und menschenfreundliches Urheberrecht</strong> ein, das die Interessen von Kreativen und Nutzern vereint.</li>
</ul>
<p>
<h3>WIR FORDERN DESHALB: </h3>
</p>
<ul>
<li>Den sofortigen Stopp des ACTA-Abkommens.</li>
<li>Die Ablehnung des Abkommens durch die Parlamente.</li>
</ul>
<p>Am 11. Februar 2012 findet ein internationaler Aktionstag gegen das ACTA-Abkommen statt. Weltweit werden zehntausende Menschen gegen ACTA protestieren. Geht mit uns in Berlin auf die Straße und <strong>kommt zur Demonstration gegen ACTA am 11. Februar um 13 Uhr</strong> am Neptunbrunnen/Alexanderplatz in Berlin. Informiert euch und beteiligt euch am ACTA-Aktionstag, auch in anderen Städten. Gemeinsam können wir ACTA aufhalten!</p>
<p>Wenn ihr/du diesen Aufruf unterstützen wollt, schreibt Euch auf die <a href="http://www.stopactaberlin.de/unterstuetzer/">Unterstützerliste</a>, indem ihr eine Mail an demo@stopactaberlin.de schreibt.</p>
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		<title>Meine Texte sind meine Texte</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 22:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[antischokke]]></category>
		<category><![CDATA[No Future]]></category>
		<category><![CDATA[ironblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich den 13. Polyneux-Podcast gehört, in dem unter anderen der werte Herr ntropie und weitere Blogveteranen über Bloggen damals und heute sprechen. Ganz hörenswert, und wie ntropie schon sagt, da können wir &#8220;Iron Blogger&#8221; noch was lernen. Auch wenn Blogs irgendwie total tot scheinen, sagt er vorsichtig ein Blog-Revival voraus. Bloggen sei viel entspannter als das ganze Social-Media-Gedöns, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich den <a href="http://www.polyneux.de/archiv/571-polyneux-spricht-vol-13-veteranen-edition.html">13. Polyneux-Podcast</a> gehört, in dem unter anderen der werte Herr <a href="http://ntropie.de/">ntropie</a> und weitere Blogveteranen über Bloggen damals und heute sprechen. Ganz hörenswert, und wie ntropie schon sagt, da können <a href="http://identi.ca/notice/89413434">wir &#8220;Iron Blogger&#8221; noch was lernen</a>.</p>
<p>Auch wenn Blogs irgendwie total tot scheinen, sagt er vorsichtig ein Blog-Revival voraus. Bloggen sei viel entspannter als das ganze Social-Media-Gedöns, man müsse niemandem followen oder entfollowen, keiner sei beleidigt (&#8220;liest du meine Tweets nicht?!&#8221;) wenn man mal nicht die gesamte Timeline mitliest.</p>
<h3>Die Abkehr von Social Networks?</h3>
<p>Ganz so drastisch würde ich das nicht formulieren, aber was mein Blog wirklich allen externen Diensten voraushat: Meine Texte sind meine Texte. Wir sehen das ja immer wieder: <a href="http://gigaom.com/2011/09/28/oh-delicious-where-did-it-all-go-so-wrong/">Dienste machen dicht</a> und nehmen unsere Inhalte mit ins Nirvana. <a href="http://zapp.blog.ndr.de/2012/01/27/twitter-verbessert-sich-und-alle-schreien-zensur/">Twitter wird die Einführung einer Zensurinfrastruktur vorgeworfen</a>, <a href="http://gizmodo.com/5878987/its-official-google-is-evil-now">Google ändert seine Privacyeinstellungen</a>, auf Facebook sind wir eigentlich nur noch, damit die Leute, für die Facebook &#8220;das Internet&#8221; ist (so wie damals AOL), mitbekommen, was uns bewegt. Nix neues, klar. Beschäftigt mich aber immer wieder.</p>
<p>Das beste Social Network ist mein Blog, mit meiner Blogroll, mit Trackbacks und mit den Kommentator_innen. Schon die wenigen Posts, die ich in den letzten <a href="http://ironbloggerberlin.com/">eisernen Wochen</a> geschrieben habe, geben mir so viel mehr als das, was ich auf  twitter erlebe. Mir schreiben sogar Leute Mails, dass sie einen der Artikel toll fanden. Oder rufen an. Oder sprechen sogar mit mir darüber! Also, jetzt nicht massenhaft, dafür ist hier ja noch zu wenig los, aber mich freut jeder einzelne.</p>
<h3>Mein Blog ist mein Blog ist mein Blog.</h3>
<p>Der Trend geht zurück zu persönlichen Blogs? Macht <a href="http://www.spreeblick.com/2012/01/27/the-state-of-spreeblick/">spreeblick</a> gerade vor, und <a href="http://kosmar.de/archives/tag/error/">kosmar</a> ist auch wieder am Start (sogar mit Podcast!). <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=33165">Kraftfuttermischwerk </a>und <a href="http://mogreens.de/?p=3669">Mogreens</a> haben für einen Tag ihre Blogs getauscht, und hatten anscheinend einen Heidenspaß dabei.</p>
<p>Im Grunde wäre es nur konsequent, hier einfach alles zu posten, also alle noch so kleinen Fundstücke wie Fotos, Videos, Links oder Textschnipsel, die normalerweise in meiner <a href="http://soup.antischokke.de/">Soup</a> oder sonstwo landen. Aber das fühlt sich komisch an. Irgendwie so: Dafür ist mir mein Blog zu schade.</p>
<p>Was mache ich? Hier alles rein? Erstmal das Blog ausbauen mit eigenen (&#8220;anspruchsvollen&#8221;) Inhalten? Und dann später nach und nach anderes einstreuen? Klar, es gibt die Extreme Iron Blogger wie <a href="http://www.iberty.net/">Southpark</a> und <a href="http://anmutunddemut.de/">Ben</a>, aber hier, icke, fang ja gerade erst wieder an und suche nach der richtigen Mischung zwischen inhaltlichem Anspruch und Spaß, der mich gerade bewegt.  Wie macht ihr das? Wie machen WIR das? Discuss!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Noch was mit Internet: Die Digitale Gesellschaft hat ein <a href="http://digitalegesellschaft.de/2012/01/neue-broschure-wie-das-internet-funktioniert/">Neue Broschüre: Wie das Internet funktioniert</a> herausgebracht. Könnt ihr ausdrucken und verteilen, an die Eltern oder Nachbarn oder Abgeordneten in eurer Nähe.</em></p>
<p><em>Und: <a href="http://scripting.com/stories/2012/01/27/onTwittersNewFiltering.html">Ask not what the Internet can do for you, ask what you can do for the Internet.</a></em></p>
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		<title>Iron Blogger Berlin bei Radio Trackback</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 13:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[antischokke]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[ironblogger]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern waren @barbnerdy und ich zum Thema Iron Blogger Berlin beim werten Herrn Marcus Richter und seiner Radiosendung TRACKBACK. Diesmal nicht am Telefon oder per Vorabaufzeichnung, sondern live vor Ort im Studio in Potsdam. Hier, hören: TRB 262: Bloggermädchen, Iron Blogger, Handydaten, Megaupload, Zolinsagt Wir sind ab Minute 17:15 dran, ich empfehle aber die ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern waren <a href="http://hallama.org">@barbnerdy</a> und ich zum Thema <a href="http://ironbloggerberlin.com/">Iron Blogger Berlin</a> beim werten Herrn <a href="http://www.fritz.de/inside/team/fritz_team/1185.html">Marcus Richter</a> und seiner Radiosendung TRACKBACK. Diesmal nicht am Telefon oder per Vorabaufzeichnung, sondern live vor Ort im Studio in Potsdam. Hier, hören: </p>
<p><strong><a href="http://trackback.fritz.de/2012/01/21/trb-262-bloggermadchen-iron-blogger-handydaten-megaupload-zolinsagt/">TRB 262: Bloggermädchen, Iron Blogger, Handydaten, Megaupload, Zolinsagt</a></strong></p>
<p>Wir sind ab Minute 17:15 dran, ich empfehle aber die ganze Sendung, gibt noch mehr tolle Themen, z.B. die <a href="http://netzpolitik.org/2012/massenhafte-funkzellenabfrage-jetzt-auch-in-berlin-was-vorratsdatenspeicherung-wirklich-bedeutet/">Funkzellenabfrage in Berlin</a> und die Hochnahme von <a href="http://www.golem.de/1201/89205.html">Megaupload</a>.</p>
<p>Auch wenn der Weg raus nach Potsdam fast eine Stunde dauert: Die Fahrt hat sich gelohnt, das Interview war lustig. Selber im Studio zu sein klingt auf jeden Fall besser und ich war viel entspannter als bei einem Telefoninterview oder einer Aufzeichnung. Ich hätte mir noch ein paar Minütchen mehr Sendezeit gewünscht, um z.B. <a href="http://michellethorne.cc/">Michelle</a> und <a href="http://chaosblog.wordpress.com/">Marcus</a> Props zu geben. Was ich noch sagen konnte: &#8220;<em>Wir brauchen noch ein Logo!</em>&#8221; Letztens hat mal jemand im <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/phase3/video/264/">Fernsehen</a> gesagt, man könnte einfach auf twitter nach nem Logo fragen und so Designer aus Berlin würden das dann machen. Hat bisher bei uns nicht geklappt, vielleicht diesmal?!  </p>
<p>Außerdem war das eine super Gelegenheit, die fabelhafte @barbnerdy mal näher kennen zu lernen. Denn wie viele der Iron Blogger Gang kannten wir uns zwar vorher &#8220;vom Sehen&#8221; (wie das in Berlin halt so is), aber hatten nie viel Kontakt. Schön! </p>
<p>Hier sind übrigens die <a href="http://ironbloggerberlin.com/2012/01/22/results-for-week-beginning-2012-01-15/">Ergebnisse der vergangenen Woche</a>, Läuft gut, wir sind jetzt 23 und haben 55 Tacken in der Kasse. Im Februar treffen wir uns das erste Mal. Stay tuned! </p>
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		<title>Wie alles anfing.</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2012/01/21/internet-wie-alles-anfing/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 02:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[antischokke]]></category>
		<category><![CDATA[ironblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Computern und Internet hatte ich früher nix zu tun. Also fast nix. Immerhin hatte mein Lieblingsbruder einen C64 und später einen Amiga 500 (in worten: füffzichtrillioben, sagt Domi). Da haben wir stundenlang gezockt, ich am liebsten Giana Sisters, Boulder Dash, Mafia und Henry&#8217;s House. Und ich hab mal aus so nem Heftchen Code abgeschrieben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Computern und Internet hatte ich früher nix zu tun. Also fast nix. Immerhin hatte mein Lieblingsbruder einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64">C64</a> und später einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amiga_500">Amiga 500</a> (<em>in worten: füffzichtrillioben, sagt Domi</em>). Da haben wir stundenlang gezockt, ich am liebsten <a href="http://www.c64-wiki.de/index.php/Giana_Sisters">Giana Sisters</a>, <a href="http://www.c64-wiki.de/index.php/Boulder_Dash">Boulder Dash</a>, <a href="http://www.c64-wiki.de/index.php/Mafia">Mafia</a> und <a href="http://www.c64-wiki.de/index.php/Henry%27s_House">Henry&#8217;s House</a>.  Und ich hab mal aus so nem Heftchen Code abgeschrieben, der dann Text (war das da auch „Hallo Welt“?) auf den Bildschirm geschrieben hat. Große Freude! An der Schule gab es eine Informatik-AG, aber da waren nur so Jungs drin, mit denen wir von der Raucherecke nix zu tun hatten. Und für Mädchen war das sowieso schon mal gar nix. Tatsächlich war ich damals eher das, was man gemeinhin „technologiefeindlich“ nennt. Neumodisches Zeug, Überwachung, alles böse, braucht kein Mensch. </p>
<h3>1996-1999</h3>
<p>1996. Nach dem Abi habe ich eine Ausbildung zur Bürokaufrau gemacht. Echt. Wunschstudium war wegen NC erst später möglich, und die Null-Bock-Phase hielt mich von größeren Sprüngen ab. <em>„So eine kaufmännische Ausbildung ist doch auch was handfestes, Mädchen!“</em> Beim Vorstellungsgespräch hat mein Chef gesagt: <em>„OK, du kannst hier anfangen. Aber nur, wenn du dich in die ganzen Computerdinge einarbeitest.“</em> Klar, mach ich. Die meisten Programme liefen da noch im Terminal. Was mit „Kermit“. Meine erste Tabelle in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WordPerfect">WordPerfect</a>. Erstmal verstehen, dass der Cursor immer nur da blinken kann, wo man entweder mit Space oder Tab oder Enter hintastet. Klar, Schreibmaschinenkurs hatte ich immerhin gemacht, macht man halt so aufm Land. Pflichtprogramm, wie Tanzkurs. </p>
<p>VHS- und IHK-Kurse in Excel, Access, PowerPoint, Visual Basic, SQL. Was da alles möglich war. Excel und Access haben mich total fasziniert. Das alles. Wow! Wieso erst jetzt? Dann Internet. T-Online. Ich an einem der beiden einzigen Rechner im Büro, die Internet und E-Mail konnten. Dann die Frau von meinem Chef: <em>„Nicole, kennst du eigentlich GMX?“</em> <em>„Nee.“</em> „Da kannst du VON JEDEM BELIEBIGEN Computer deine E-Mails abrufen. Egal wo du bist. Mach dir da mal ein Konto!“ Gemacht. Und direkt noch eins bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Compuserve">Compuserve</a>. E-Mails zuhause auf dem ersten eigenen Tchibo-Computer vorgeschrieben, auf Diskette gezogen, im Büro dann verschickt. Empfangene Mails ausgedruckt und mit nach Hause genommen. Machen manche heute immer noch so. </p>
<p>Zuhause bekamen wir 1997 oder 98 Internet. Die Eltern waren im Urlaub und hatten mir 150 Mark Haushaltsgeld dagelassen. Die habe ich umgehend in ein 56k-Modem umgesetzt. Und die sturmfreie Bude genutzt, um stundenlang in EdenCity rumzuchatten. </p>
<p>1999. Nach der Ausbildung dann unser komplette Waren-, Bestell-, Rechnungs- und Mahnwesen auf MS-Access umgestellt. Icke. Bisschen mutig von meinem Chef. Hat aber funktioniert. 2000 hat mein Chef mir angeboten, dass ich eine mehrjährige Weiterbildung bei der IHK zur Sysadmina oder sowas mache. Tolle Aussicht! Aber ich musste da raus. In meinem Abi-Jahrbuch steht bei mir unter „Zukunft“ nur ein Wort: „Köln“. Das musste ich jetzt machen. Ansonsten würde ich in der Provinz versauern. Ich wollte unbedingt was mit Computern und Wirtschaft machen, aber Wirtschaftsinformatik oder European Business Studies passten mir nicht (zu viel Mathe, zu viele Kasper). </p>
<h3>2000-2005</h3>
<p>2000. Ok, zurück auf Start. Einfach das machen, was ich nach dem Abi schon vorhatte: Übersetzen und Dolmetschen studieren, in Köln. Vokabelmäuschen. Schnell gemerkt, dass das doch nicht geht für mich. Dann durch meinen Bruder (Arbeitsagenturen und Studienberater waren damals noch nicht so auf Zack) den Studiengang <a href="http://www.fbi.fh-koeln.de/studium/iw.htm">Informationswirtschaft an der FH Köln</a> entdeckt. Das isses!! Wieso hat mir davon nie jemand erzählt?! </p>
<p>2002. Erstes Semester. Damals noch mit den Bibliothekaren zusammen. Elektronische Datenverarbeitung. Peripheriegeräte. <em>„Gehen Sie mal mit der Maus hoch.“</em> (Hebt die Maus an.) <em>„Hm, passiert ja garnix.“</em> Oder, Typ so <em>„Wie isn das, haben denn Flachbildmonitore auch eine Bildröhre?“</em>. Facepalm gab&#8217;s damals noch nicht. SQL haben wir da noch an der Tafel gelernt. Immerhin nix mit Bollerwagen. Das Studium war im Grunde toll. Wirtschaften nicht mit Äpfeln sondern mit immateriellen Gütern. Informationsparadoxon. Wissensmanagement. Thesauri. Urheberrecht. Nur fehlte mir damals noch der Bezug zur Wirklichkeit. Zu meiner Wirklichkeit. Nie war die Rede von Kollaboration, Web 2.0, Blogs, Wikis. Portale waren das Big Thing. Unser Jobprofil war eher in Beratungsfirmen, Handelsunternehmen und Recherchediensten angesiedelt. Alles nicht uninteressant, aber es hat noch nicht „Klick“ gemacht. </p>
<h3>2005-2006</h3>
<p>Klick machte es 2005. Gerade habe ich die beiden Economist-Artikel wieder aus meinen Uni-Ordnern rausgekramt, die Schuld sind an meinem weiteren Lebensweg: <a href="http://www.economist.com/node/1534303">Digital Dilemmas</a> und <a href="http://www.economist.com/node/1534271">A fine balance</a>. Damals hat unsere Dozentin sie für uns aus der Printausgabe kopiert, jetzt finde ich sie mit einem Klick im www. <em>Digital Dilemmas</em> beginnt mit der <a href="https://projects.eff.org/~barlow/Declaration-Final.html">Declaration of the Independence of Cyberspace</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/John_Perry_Barlow">John Perry Barlow</a>. In <em>A fine balance</em> ist die Rede von einem gewissen <a href="http://lessig.org/">Lawrence Lessig</a>, der das Copyright reformieren möchte. </p>
<blockquote><p>With the help of governments, big entertainment companies are trying to “control everything that we know”, Mr Barlow says. “The fight about this will, in my view, determine the future of humanity.” Lawrence Lessig, a Stanford professor who is also a leading commentator on the internet, is almost equally apocalyptic: “The existing dinosaurs are succeeding in stifling the creativity inherent in this new medium.”</p></blockquote>
<p>Ich war von den Socken. Endlich ergab das ganze einen Sinn. Die beiden Namen habe ich recherchiert und landete unter anderem bei der <a href="https://www.eff.org/">EFF</a> und – na? – bei <a href="http://creativecommons.org/">Creative Commons</a>.  Ich las über die beiden Kämpfer für ein freies Internet, die der Vorzüge der neuen Technologien huldigen und deren sozialen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft begrüßen. Habe unzählige Links an meine Lerngruppe geschickt. <em>„Ey, kuckt mal hier, ist das nicht unfassbar genial!?“</em> <em>„Wow, das hier hab ich auch noch gefunden, das ist der Burner!“</em> (<em>weiß nicht, ob es </em><em>Burner</em> damals schon gab, denkt euch einfach was zeitgemäßeres). Keine Reaktion. Doch nicht so aufregend? Doch! In Creative Commons habe ich mich eingelesen und reinverliebt. Endlich etwas, was mein Studium mit meiner Einstellung zu Lebensentwürfen und -ansichten verbindet. Freie Lizenzen, Kreativität, Kultur, und die Menschen dahinter. Die so überzeugt von ihrer Sache waren und sind, dass sie mich mit ihrer Begeisterung mitrissen. Für eine bessere Welt. </p>
<p>2006 stand fest: Ich schreibe meine Diplomarbeit über Creative Commons Lizenzen. Damals kannte das in meinem erweiterten Umfeld noch keiner. Auch keiner meiner Professoren. Wie es weitergeht, und wem ich das, was ich jetzt mache und lebe zu verdanken habe, schreibe ich im nächsten Blogpost. </p>
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		<title>Iron Blogger_innen rocken los!</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 16:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[antischokke]]></category>
		<category><![CDATA[ironblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Jaja, das wird wieder so ein Metapost, aber ich hab heute Geburtstag und kann mir das erlauben. Ich bin ganz begeistert, wie toll sich unsere &#8220;Iron Blogger_innen Berlin&#8221;-Aktion macht. Mittlerweile sind wir 21 Leute; nicht alle aus Berlin, aber zum Trinken kommen ja eh alle immer gerne hier her. Wir haben ein Blog angelegt, damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Jaja, das wird wieder so ein Metapost, aber ich hab heute Geburtstag und kann mir das erlauben. </em></p>
<p>Ich bin ganz begeistert, wie toll sich unsere &#8220;Iron Blogger_innen Berlin&#8221;-Aktion macht. Mittlerweile sind wir <a href="http://ironbloggerberlin.com/participants/">21 Leute</a>; nicht alle aus Berlin, aber zum Trinken kommen ja eh alle immer gerne hier her. Wir haben ein Blog angelegt, damit eure RSS-Reader hier nicht mit den ganzen Auswertungsposts vollgespammt werden: <a href="http://ironbloggerberlin.com/">http://ironbloggerberlin.com/</a>.</p>
<p>Besonders erfreulich: Das <a href="http://projects.mako.cc/source/?p=iron-blogger">Skript</a> läuft jetzt! Damit werden alle teilnehmenden Blogs abgegrast und es wird automatisch ein Blogpost mit allen Beiträgen inkl. dem Bierkassenstand erstellt. Ein Hach auf Twitter und das Internet: <a href="https://twitter.com/#!/moellus">@moellus</a> hat den mir bis dahin völlig unbekannten <a href="https://twitter.com/#!/moellus">@chaosblog</a> angestiftet, mitzumachen, und der hat sich dann die Mühe gemacht, das undokumentierte Skript zu studieren und für uns in liebevoller Kleinstarbeit anzupassen. Jipieeh! Morgen gibt&#8217;s also die ersten automatisch erstellen Ergebnisse. </p>
<p>Der Iron-Blogger-Beitrag, der in der letzten Woche wohl die meiste Aufmerksamkeit bekommen hat, war der von Tillmann: <a href="http://www.pro2koll.de/2012/01/11/kein-alkohol-die-ersten-14-tage/ ">Kein Alkohol. Die ersten 14 Tage.</a> Er beschreibt darin, dass er für eine Zeit lang keinen Alkohol mehr trinken wird und mit welchen inneren und äußeren Eindrücken er so konfrontiert wird. Der Post wurde vom <a href="http://www.bildblog.de/36117/fixer-sodomie-alkohol/">Bildblog</a> verlinkt und zog so eine Menge Leser_innen an, die sonst nicht zu Tillmanns Publikum gehören. Interessante Reaktionen, vor allem von Totalabstinentlern, die überhaupt nicht verstehen, wie man aus der No-Alcohol-Sache so ein großes Ding machen kann. </p>
<p>Außerdem wurde unsere Aktion von der <a href="http://maedchenmannschaft.net/ehe-kinder-und-die-ueblichen-klischees-die-blogschau/">Mädchenmannschaft mit einem freudigen &#8220;Prost!&#8221;</a> begrüßt. </p>
<p>Und noch in eigener Sache: Danke für die ganzen Kommentare und eure Anteilnahme zum meinem Artikel über die <a href="http://www.antischokke.de/2012/01/07/an-der-tafel-der-demokratie/">Tafel der Demokratie</a>! Darüber zu schreiben hat mich ein bisschen Überwindung gekostet, aber die Reaktionen (Hallo Mama!) haben mir auch gezeigt, das sowas unbedingt öffentlich gemacht werden muss. Ich war damit auf <a href="http://rivva.de/147280508">Rivva</a> und sogar &#8220;zu Gast&#8221; beim <a href="http://wir.muessenreden.de/2012/01/10/wmr34-frohes-neues/">&#8220;Wir müssen reden&#8221;</a>-Podcast von Michi und Max: Die beiden haben ja damals <a href="http://www.kommunikationundrecht.de/detail/-/specific/c22ba91643ff532d0fd9119bb5115e01">aus meiner Verhandlung live-getwittert</a> und die ganze Story quasi hautnah miterlebt. In ihrer Sendung haben sie die Geschichte nacherzählt und ich habe im IRC-Channel noch ein paar Ergänzungen und Korrekturen anbringen können. Auch da wieder: Danke, Internet. </p>
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		<title>An der Tafel der Demokratie</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 16:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[G8-Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[ironblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Aufräumen habe ich heute die alte Einladung zur „Tafel der Demokratie“ gefunden. Da lädt der jeweilige neue Bundespräsident „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor ein wird zu Ehren des jeweiligen neuen Bundespräsidenten „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Aufräumen habe ich heute die alte Einladung zur „Tafel der Demokratie“ gefunden. Da <del>lädt der jeweilige neue Bundespräsident „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor ein</del> wird zu Ehren des jeweiligen neuen Bundespräsidenten „sein Volk“, vertreten von ~1.500 Menschen, zum Essen und Trinken an einer langen Tafel am Brandenburger Tor eingeladen. Da uns ja möglicherweise bald wieder eine solche Veranstaltung bevor steht und ich die Ereignisse vom letzten Mal noch gar nicht richtig verarbeitet habe <em>(Danke an die, die mich später im Oberholz in den Arm genommen haben!)</em>, erzähle ich euch mal was. Außerdem steht ja immer noch die Aufarbeitung der ganzen <a href="http://www.antischokke.de/category/g8-verfahren/">Geschehnisse aus Rostock</a> aus, und unsere <a href="http://www.antischokke.de/2011/12/18/ich-werde-iron-bloggerin-echt-jetzt/">Iron Bloggerei</a> soll mich endlich motivieren, meine Gedächtnisprotokolle und Notizen hier zu teilen. </p>
<p><img src="http://www.antischokke.de/wp-content/uploads/2009/IMAG1140.jpg" alt="" title="Tafel der Demokratie" width="560" class="aligncenter wp-image-2254" /><br clear="all" /></p>
<h3>Mit Sicherheit</h3>
<p>Ich wusste, dass bei der Anmeldung zur Veranstaltung die persönlichen Daten aller Gäste an das BKA gegeben und dort auf Übereinstimmung mit bekannten Terroristinnen, Demonstrationsteilnehmern und anderen Gefährderinnen gerastert werden. Mein Verfahren wurde ja damals eingestellt und der Richter sicherte zu, dass es keinerlei Einträge geben würde. Da nach dem Check keine Rückmeldung kam, ging ich davon aus, willkommener Gast zu sein. </p>
<p>Der Einlass zum Pariser Platz war unspektakulär: An der ersten Kontrollstelle wurde geprüft, ob der Name auf der Einladungskarte mit dem im Personalausweis übereinstimmte. Am zweiten Stopp wurden nach Vorlage der beiden Dokumente die Platzkarten und Eintrittsbändchen vergeben. Beim Einlass auf den Platz wurden die Taschen kontrolliert, in dem die Security entweder fragte, was man denn so dabei hat oder einen flüchtigen Blick in einzelne Taschen warf. Das Gelände war nach außen mehr oder weniger abgeriegelt, es gab aber genug offene, zugängliche Stellen, an denen Gegenstände von draußen nach drinnen hätten gegeben werden können. Außerdem waren angrenzende Hotels und Gebäude teilweise sowohl für Gäste als auch für Passanten zugänglich.</p>
<h3>Kommen Sie mal mit!</h3>
<p>Nachdem wir unseren Tisch gefunden hatten, drehte ich mit zwei Bekannten einige Runden über den Platz und zum Sektausschank. Etwa 45 Minuten nach unserer Ankunft suchten wir die Toiletten in der Akademie der Künste auf. Als wir wieder auf den Platz zurück wollten, wurden wir von vier Polizeibeamten aufgehalten: „Können wir mal Ihre Papiere sehen?“ Wir zeigte unsere Ausweise. „Frau Ebber, kommen Sie bitte mal mit uns mit.“ Ich war erstaunt: „Warum das denn?“ „Ja, Frau Ebber, Sie sind ja schon mal polizeilich aufgefallen. Kommen Sie jetzt mal mit uns mit.“ „Was soll das denn? Was wollen Sie denn von mir?“ „Wir wollen Ihnen mal ins Gewissen reden und werden Sie außerdem durchsuchen.“ </p>
<p>Aha. Ich wurde in einen Polizeiwagen geführt. „Also, Frau Ebber. Heute abend sind wir ja zu Ehren des neuen Bundespräsidenten, Herrn Wulff, hier. Wir gehen davon aus, dass Sie sich hier zu benehmen wissen.“ wurde mir mit erhobenem Zeigefinger und ernster Miene eingebläut. Haha! „Und was soll das jetzt heißen? Dass ich hier nicht rülpsen darf oder was?“ „Doch, rülpsen dürfen Sie schon. Wobei &#8211; naja, das sollten Sie eigentlich auch nicht.“ Witzig. </p>
<p>Fassungslosigkeit ob deren Vorgehen. „Und was soll ich meinen Begleitern erklären, dass Sie mich hier rausziehen und durchsuchen?“ „Die haben davon ja gar nichts mitbekommen.“ „Haha, Sie haben mich doch vor den Augen deren kontrolliert, natürlich bekommen die das mit!“ „Na, dann denken Sie sich eben eine schöne Geschichte aus.“ </p>
<h3>Bitte benehmen Sie sich anständig!</h3>
<p>Auf meine vielen Nachfragen, wie sie mich in der Menschenmasse ausgemacht haben, woher sie den Auftrag zum Zugriff haben, wo ich mich über das Vorgehen beschweren kann etc. hieß es nur, ich solle mich ans BKA wenden. „Ich möchte Widerspruch gegen die Durchsuchung einlegen.“ „Können Sie machen, nützt Ihnen aber nichts, wir machen es trotzdem.“ „Dann möchte ich die Veranstaltung jetzt verlassen.“ „Können Sie machen, aber vorher durchsuchen wir Sie.“ Also keine Möglichkeit, weiteren Erniedrigungen zu entgehen. Zur Durchsuchung musste mich bis auf die Unterwäsche ausziehen, meine Tasche wurde komplett auseinander genommen, das volle Programm also. Das alles dauerte ungefähr 10 oder 15 Minuten, als sie keinerlei Verdächtigkeiten feststellen konnten, durfte ich endlich gehen. Zum Abschied bekam ich noch ein „Wir werden Sie den ganzen Abend im Auge haben! Wir gehen davon aus, dass Sie sich entsprechend benehmen.“ mit auf den Weg. </p>
<p>Ziemlich verstört kam ich dann zurück an unseren Tisch. In der nächsten Minute setzte die Nationalhymne ein. Es gab Fleisch in Aspik und Fleisch in Suppe. </p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Nachschlag, on/off topic</h3>
<p><a href="https://twitter.com/#!/presroi">Mathias Schindler</a> hat über „Frag den Staat“ eine <a href="https://fragdenstaat.de/anfrage/abschrift-eines-telefonanrufes/">Anfrage an das Bundespräsidialamt</a> gestellt: <em>Abschrift des Telefonates von Bundespräsident Christian Wulff auf dem Anrufbeantworter des BILD-Chefredakteurs Kai Diekmann am 12. Dezember 2011.</em> Grandiose Aktion!</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/idxsaeb-yqs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Liftoff: Iron Blogger Berlin!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 17:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[antischokke]]></category>
		<category><![CDATA[iron blogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut einer Woche haben Michelle und ich angekündigt, uns durch die Aktion &#8220;Iron Blogger Berlin&#8221; endlich zum regelmäßigen Bloggen zu überreden. Die Resonanz war toll und wir haben mittlerweile 11 12 Haupt- und Ex-Hauptstädter_innen an Bord. Iron Blogging geht so: Pro Woche muss jede_r mindestens einen Blogbeitrag schreiben. Wer nicht schreibt, zahlt 5 Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor gut einer Woche haben <a href="http://michellethorne.cc/2011/12/iron-blogger-berlin/">Michelle</a> und <a href="http://www.antischokke.de/2011/12/18/ich-werde-iron-bloggerin-echt-jetzt/">ich</a> angekündigt, uns durch die Aktion <strong>&#8220;Iron Blogger Berlin&#8221;</strong> endlich zum regelmäßigen Bloggen zu überreden. Die Resonanz war toll und wir haben mittlerweile <del>11</del> 12 Haupt- und Ex-Hauptstädter_innen an Bord. </p>
<p>Iron Blogging geht so: Pro Woche muss jede_r mindestens einen Blogbeitrag schreiben. Wer nicht schreibt, zahlt 5 Euro in die Bierkasse und wenn die voll ist, gehen wir zusammen raus, um das Geld in Bier zu reinvestieren. Unsere Woche geht von Sonntag bis Samstag. Genauer nachlesen kann man Regeln und alles bei <a href="http://iron-blogger.mako.cc/the-rules/">Mako</a>, bei dem wir uns die ganze Sache abgekuckt haben. </p>
<p>Tadaaah, die Iron Blogger Berlin: </p>
<ul>
<li>Barbara Hallama – <a href="https://twitter.com/#!/barbnerdy">@barbnerdy</a> – <a href="http://barbnerdy.wordpress.com/">http://barbnerdy.wordpress.com/</a></li>
<li>Ben Birkenhake – <a href="https://twitter.com/#!/freimut">@freimut</a> – <a href="http://anmutunddemut.de/">http://anmutunddemut.de/</a></li>
<li>Christian Pfeiffer – <a href="https://twitter.com/#!/horax">@horax</a> – <a href="http://horax.io/">http://horax.io/</a></li>
<li>Cornelius Puschmann – <a href="https://twitter.com/#!/coffee001">@coffee001</a> – <a href="http://ynada.com/">http://ynada.com/</a></li>
<li>Dirk Franke	– <a href="https://twitter.com/#!/southgeist">@southgeist</a> – <a href="http://www.iberty.net/">http://www.iberty.net/</a></li>
<li>Delphine Ménard – <a href="https://twitter.com/#!/notafish">@notafish</a> – <a href="http://notablog.notafish.com/">http://notablog.notafish.com/</a></li>
<li>Franz Patzig – <a href="https://twitter.com/#!/franz">@franz</a> – <a href="http://franztoo.de/">http://franztoo.de/</a></li>
<li>Maxim Loick – <a href="https://twitter.com/#!/pausanias">@pausanias</a> – <a href="http://www.loick.de/blog/">http://www.loick.de/blog/</a></li>
<li>Michelle Thorne – <a href="https://twitter.com/#!/thornet">@thornet</a> – <a href="http://michellethorne.cc/">http://michellethorne.cc/</a></li>
<li>Nicole Ebber – <a href="https://twitter.com/#!/antischokke">@antischokke</a> – <a href="http://antischokke.de/">http://antischokke.de/</a></li>
<li>Peter Bihr – <a href="https://twitter.com/#!/peterbihr">@peterbihr</a> – <a href="http://www.thewavingcat.com/">http://www.thewavingcat.com/</a></li>
<li>Tillmann Allmer – <a href="https://twitter.com/#!/tristessedeluxe">@tristessedeluxe</a> – <a href="http://www.pro2koll.de/">http://www.pro2koll.de/</a></li>
</ul>
<p>Das mit dem automatischen <a href="http://projects.mako.cc/source/?p=iron-blogger">Skript</a>, welches die Blogs überwacht und direkt auch den jeweiligen Bierkassen-Saldo anzeigt, haben wir noch nicht hinbekommen. Wir machen das erstmal händisch und warten noch auf technischen Support. </p>
<p>Falls sich noch weitere Bloggerinnen und Blogger trauen, die Herausforderung anzunehmen: &#8220;Bewerben&#8221; könnt ihr euch hier in den Kommentaren, per Mail, twitter, whatebber you like. </p>
<p>Ich freu mich drauf und bin immer noch guter Dinge, dass ich NICHT diejenige sein werde, die den anderen ihren Suff finanziert. :) </p>
<h3>Update:</h3>
<p>Es gibt jetzt ein eigenes Blog für die Ergebnisse der Aktion, damit wir unsere eigenen Blogs nicht mit so Meta-Zeugs belasten. </p>
<ul>
<li><a href="http://ironbloggerberlin.com/">Iron Blogger  Berlin</a></li>
<li><a href="http://ironbloggerberlin.com/2012/01/07/25-12-11/">Ergebnisse der ersten Woche</a></li>
<li><a href="http://ironbloggerberlin.com/2012/01/08/results-01-01-2012-07-01-2012/">Ergebnisse der zweiten Woche</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich werde Iron Bloggerin. Echt jetzt!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 16:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[antischokke]]></category>
		<category><![CDATA[ironblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit meinem Jacken-Twin und Ex-Office-Buddy Michelle habe ich oft über die Wiederbelebung meines Blogs gesprochen, wir hatten immer wieder hübsche Ideen &#8211; jetzt, endlich, diesmal wirklich, echt jetzt! &#8211; regelmäßiger zu schreiben. Leider ohne Erfolg. Das Blog hier liegt größtenteils brach. Was ich zu sagen und teilen habe, landet auf twitter und Google+, meine leckere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit meinem Jacken-Twin und Ex-Office-Buddy <a href="http://michellethorne.cc/">Michelle</a> habe ich oft über die Wiederbelebung meines Blogs gesprochen, wir hatten immer wieder hübsche Ideen &#8211; jetzt, endlich, diesmal wirklich, echt jetzt! &#8211; regelmäßiger zu schreiben. Leider ohne Erfolg. Das Blog hier liegt größtenteils brach. Was ich zu sagen und teilen habe, landet auf <a href="https://twitter.com/antischokke">twitter</a> und <a href="https://plus.google.com/u/0/109762058794070016302/posts">Google+</a>, meine leckere <a href="http://antischokke.soup.io/">soup</a> fülle ich konstant mit Fundstücken aus aller Welt, im <a href="http://blog.wikimedia.de/author/nicole/">Wikimedia-Blog</a> schreibe ich, was ich außerhalb meiner Freizeit so mache, <a href="https://www.facebook.com/antischokke">Facebook</a> bekommt auch einiges ab, aber ich finde nicht wirklich die Muße, mich liebevoll um dieses Schätzchen hier zu kümmern. Die Vorteile eines eigenen Blogs sind mir dabei durchaus bewusst, aber das Posten in den fremden Netzwerken ist leider so bequem, und alle anderen sind auch da und lesen mit undsoweiterundsofort. </p>
<p><a href="https://secure.flickr.com/photos/burnblue/1436437320/"><img width="500" height="332" class="aligncenter size-full wp-image-1320" title="iron angel" src="http://www.antischokke.de/wp-content/uploads/2009/iron-angel.jpg.jpg" alt="Iron Angel by BURИBLUE on Flickr (CC-BY-NC-SA)" title="iron angel.jpg" width="500" height="332" class="aligncenter size-full wp-image-2197" /></a><br clear ="all"/></p>
<p><em>Foto: <a href="https://secure.flickr.com/photos/burnblue/1436437320/">Iron Angel</a> by <a href="https://secure.flickr.com/photos/burnblue/">BurnBlue</a> / <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en">CC BY NC SA 2.0</a></em></p>
<p><br clear="all" /></p>
<p>Jetzt starte ich einen neuen Versuch. Michelle hat mich heute auf die &#8220;<a href="http://iron-blogger.mako.cc/">Iron Blogger</a>&#8220;-Aktion von <a href="http://mako.cc/">Mako</a> <a href="http://joi.ito.com/weblog/2011/11/22/iron-blogger--.html">aufmerksam</a> gemacht, und ich hab sofort &#8220;Fuck Yeah!!1&#8243; gesagt. Jetzt suchen wir Berliner_innen (oder solche, die Lust auf regelmäßige Berlinbesuche haben), die mitmachen! Die <a href="http://iron-blogger.mako.cc/the-rules/">Regeln</a> sind ganz einfach:</p>
<ul>
<li>Blogge mindestens einmal die Woche.</li>
<li>Wenn du nicht bloggst, zahle 5 € in die gemeinsame Bierkasse (!).</li>
<li>Wenn genug Geld zusammen ist, gehen wir alle gemeinsam aus und verjubeln das Geld für Bier.</li>
</ul>
<p>Und warum das Ganze? Klar:  </p>
<blockquote><p>
Because you should blog more.</p>
<p>Because there’s no motivation like peer pressure.</p>
<p>Because doing things for beer is never a bad idea.
</p></blockquote>
<p>Michelle und ich werden eine bisschen rumgeeken und das <a href="http://projects.mako.cc/source/?p=iron-blogger">Skript</a> für unsere schnuckelige Aktion aufsetzen. Damit werden dann wöchentlich alle &#8220;people who posted&#8221;, &#8220;people who failed&#8221; und der &#8220;Beer Pool&#8221; gelistet. Öffentlicher Pranger FTW! </p>
<p>Der Blogbeitrag hier und der drüben von <a href="http://michellethorne.cc/2011/12/iron-blogger-berlin/">Michelle &#8220;Iron Blogger Berlin&#8221;</a> markieren den Start, und ich bin zuversichtlich, dass es funktioniert. Außerdem will ich die Aktion zum Anlass nehmen, endlich mal mein Blogdesign zu überarbeiten, das is ja noch voll Nuller Jahre. Und jetzt kommt ihr. Macht ihr mit? </p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>28</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Creative Commons Global Summit 2011</title>
		<link>http://www.antischokke.de/2011/09/29/creative-commons-global-summit-2011/</link>
		<comments>http://www.antischokke.de/2011/09/29/creative-commons-global-summit-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 21:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[#ccsummit11]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons Global Summit]]></category>
		<category><![CDATA[freie-lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Warschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Cross-Posting von drüben. Ich war vom 16.-18. September in Warschau beim Creative Commons Global Summit. Diese Konferenz ist quasi die Wikimania der Creative-Commons-Bewegung. Die Frauen-, Juristen- und Businessquote unter den 300 Teilnehmern waren allerdings bedeutend höher als bei den Treffen der Wikimedianer oder anderen Konferenzen zu Internetthemen. Meine Motivation, zum Summit zu fahren, ergab sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Cross-Posting von <a href="http://blog.wikimedia.de/2011/09/29/creative-commons-global-summit-2011/">drüben</a>.</em></p>
<p>Ich war vom 16.-18. September in Warschau beim <a href="http://wiki.creativecommons.org/Global_Summit_2011">Creative Commons Global Summit</a>. Diese Konferenz ist quasi die Wikimania der Creative-Commons-Bewegung. Die Frauen-, Juristen- und Businessquote unter den 300 Teilnehmern waren allerdings bedeutend höher als bei den Treffen der Wikimedianer oder anderen Konferenzen zu Internetthemen. </p>
<p><a href="http://wiki.creativecommons.org/Global_Summit_2011"><img src="http://blog.wikimedia.de/wp-content/uploads/700px-Summit_2011_Colour_Logo_cropped.png" width="550" alt="" title="Creative Commons Global Summit 2011, Warschau" class="alignleft size-medium wp-image-6585" /></a><br />
<br clear="all" /><br />
Meine Motivation, zum <a href="https://creativecommons.org/weblog/entry/29237">Summit</a> zu fahren, ergab sich zum einen aus meiner Tätigkeit bei Wikimedia Deutschland und dem Interesse an globalen Communities zum Thema Freies Wissen. Zum anderen habe ich 2006 meine Diplomarbeit zu <a href="http://www.antischokke.de/meine-diplomarbeit/">Creative Commons in NGOs</a> geschrieben, dazu viele Vorträge gehalten und versucht, andere Leute mit meiner Begeisterung für freie Lizenzen anzustecken. Die Reise nach Warschau hat sich in jedem Fall gelohnt und ich konnte mir einen guten Überblick über die <a href="http://wiki.creativecommons.org/Category:Presentation">aktuellen CC-Themen und -Personen</a> verschaffen. </p>
<h3>Version 4.0</h3>
<p>Ein Highlight war die neue Lizenzversion 4.0: Diese Version wird zur Zeit gemeinschaftlich von dem <a href="https://creativecommons.org/">CC Headquarter</a> (der Organisation in den USA) mit den <a href="http://wiki.creativecommons.org/Affiliates">Affiliates</a> (den Zuständigen für Community und Recht je Land), entworfen und diskutiert. Nutzer der CC-Lizenzen sind ebenfalls aufgerufen, sich zu beteiligen. </p>
<p>Spannend war für mich, dass darüber <a href="http://www.technollama.co.uk/cc-4-0-an-end-to-porting-creative-commons-licenses">nachgedacht</a> wird, die <a href="http://governancexborders.com/2011/09/16/cc-global-summit-2011-the-end-of-the-porting-experiment/">Portierung der Lizenzen ab Version 4.0 aufzugeben</a>. Bisher wird die Ursprungslizenz für jedes Land übersetzt und an die jeweilige Rechtssprechung angepasst, nun soll es nur noch <strong>einen</strong> internationalen Vertrag je Lizenzvariante geben. Dieser soll in einfacher Sprache klar und deutlich aufzeigen, was die Lizenz erlaubt und was nicht. Ob dies allerdings juristisch und operativ machbar und der Text dann wirklich universal rechtssicher ist, muss noch geprüft werden. Dabei bliebe dann allerdings auch ein wichtiger Teil der kollaborativen, vernetzenden Lokalisierungsarbeit in den Ländern auf der Strecke. </p>
<p>Toll war auch der <a href="http://wiki.creativecommons.org/Global_Summit_2011/The_definition_and_future_of_noncommercial">Vortrag von Mike Linksvayer</a>, der ein paar provokative Thesen vorgestellt hat, den Non-Commercial-Bestandteil (NC) ab Version 4.0 gänzlich aus dem Lizenzbaukasten <a href="http://governancexborders.com/2011/09/17/cc-global-summit-2011-pt-iii-discussing-the-non-commmercial-module/">auszunehmen</a> bzw. auszublenden oder NC komplett von Creative Commons zu trennen. Die Diskussion über den Sinn und Unsinn von NC ist ja nicht neu und betrifft uns insofern, als dass dieser Lizenzbestandteil (genau wie ND-keine Bearbeitung) nach unserer Definition eben NICHT frei ist. </p>
<h3>Gerichtliche Durchsetzbarkeit der Lizenzen</h3>
<p>Zweites größeres Thema war die gerichtliche Durchsetzbarkeit, also die Frage, ob die Lizenzverträge vor Gericht Bestand haben. Als Beispiel diente hier der aktuelle Fall aus Deutschland, bei dem ein Foto von <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Thilo_Sarrazin030709.jpg&#038;filetimestamp=20110919065029">Thilo Sarazin aus der Wikipedia</a> durch eine rechtsextreme Partei verwendet wurde, ohne die Lizenzbedingungen einzuhalten. Die Lizenz wurde vom Landgericht Berlin bestätigt, und diese nicht-konforme Nutzung wurde verboten. Das ist übrigens der erste Fall in Deutschland, wo die <a href="http://www.ifross.org/artikel/creative-commons-lizenzen-deutschland-gerichtlich-durchgesetzt">Lizenzen von einem Gericht bestätigt</a> wurden. </p>
<h3>Back to the roots</h3>
<p>Bei all den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, Herausforderungen und juristischen Diskussionen muss man sich doch des öfteren nochmal auf die Wurzeln der Lizenzen besinnen: Creative Commons sind keine Alternative zum Urheberrecht, sondern eine Lösung auf dem Weg zur Reform diese Rechtes, welches noch aus einer rein analogen Vergangenheit stammt. CC ist eher ein Plugin, das flexiblen Umgang mit dem Urheberrecht erlaubt, um eigenen Werken Freiheiten mitzugeben (und diese von Anfang an mitzudenken). Das war unter anderem auch Tenor in der – wie gewohnt – beeindruckenden Keynote von <a href="http://lessig.org/">Lawrence Lessig</a>. Ziel der Commons-Bewegung ist eben auch, die Remix-Kultur zu achten und zu fördern, damit wir nicht in eine Zukunft schlittern, in der Kinder, die „Sachen im Internet machen“, wie Terroristen behandelt werden.  </p>
<h3>Die globale Bewegung </h3>
<p>Einzelne Vorträge beschäftigen sich auch mit der Rolle von CC in der <a href="http://www.slideshare.net/leonidobusch/dobusch-ccsummitstatement">globalen Commons-Bewegung</a>. Es gibt viele Überschneidungen und Synergien, die aber längst nicht ausgeschöpft werden. Hier sehe ich große Parallelen zur Wikimedia-Bewegung und wünsche mir noch mehr Kollaborationen mit anderen Organisationen in der wunderbaren Welt des Freies Wissens, Freier Kultur, Freier Software. </p>
<p>Creative Commons steht indes vor der Herausforderung, klar zu definieren, wer überhaupt deren Community ist. Anders als bei den Wikimedia-Projekte, fehlt hier die eine Plattform bzw. ein Kanal zum Austausch mit allen Beteiligten. Wer gehört zur Community? Jede, die ihr Werk unter CC veröffentlicht? „Nur“ die CC Affiliates? Juristen, Künstlerinnen, Geschäftsleute? Der Summit war eine tolle Gelegenheit, CC-Aktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt und mit den unterschiedlichsten Hintergründen zu versammeln und die Stimmung einzufangen. Ich find&#8217;s prima, dass ich dabei sein konnte! </p>
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		<title>Hier gibt es nichts zu editieren.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 21:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Wikipedia-Buchpräsentation hat Khesrau Behroz diesen wunderbaren Text zum Besten gegeben. Wikimedia Deutschland hat ihn nun noch mal vor die Kamera gezerrt und um Wiederholung gebeten. Nichts zu editieren from Wikimedia Deutschland on Vimeo. Nichts zu editieren (Khesrau Behroz, CC-BY-SA) Sie dürfen diese Arbeit missbilligen. Sie dürfen sie verachten, sie dürfen sich angeekelt fühlen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der <a href="http://blog.wikimedia.de/2011/09/16/alles-uber-wikipedia-das-wikipedia-buch-ist-da/">Wikipedia-Buchpräsentation</a> hat <a href="http://www.khesraubehroz.de/">Khesrau Behroz</a> diesen wunderbaren Text zum Besten gegeben. <a href="http://blog.wikimedia.de/2011/09/26/nichts-zu-editieren/">Wikimedia Deutschland</a> hat ihn nun noch mal vor die Kamera gezerrt und um Wiederholung gebeten. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29614524" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/29614524">Nichts zu editieren</a> from <a href="http://vimeo.com/user7709672">Wikimedia Deutschland</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<h3>Nichts zu editieren (Khesrau Behroz, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/">CC-BY-SA</a>)</h3>
<p>Sie dürfen diese Arbeit missbilligen.<br />
Sie dürfen sie verachten, sie dürfen sich angeekelt fühlen.<br />
Scheuen Sie sich nicht und kritisieren Sie.<br />
Toben und tosen Sie, hauen Sie mit der Faust auf den Tisch,<br />
schmeißen Sie ihn meinetwegen um.<br />
Weisen Sie auf Ihre schwere Vergangenheit hin, denken Sie darüber nach,<br />
welche Verbrechen in Ihrem Land ausgeübt worden sind, aber seien Sie großzügig.<br />
Unter einer Million Toten brauchen Sie gar nicht erst anzufangen.<br />
Spucken Sie beim Sprechen, das verleiht Ihrer Missbilligung einen ganz besonderen Akzent,<br />
sagen Sie Ihrem Gegenüber ruhig, in welchen suboptimalen familiären und sozialen Verhältnissen er oder sie doch aufgewachsen ist,<br />
denn &#8211; in der Tat &#8211; es muss ja so, es kann ja nicht! </p>
<p>Seien Sie wie Kerner, distanzieren Sie sich sogleich von Ihrer Maßlosigkeit,<br />
schließlich sagen Sie ja nur, Sie meinen ja nicht.</p>
<p>Fluchen Sie, ja, fluchen Sie, wozu haben Sie denn diese Stimme?<br />
Stellen Sie sich trotzig in den Raum und zeigen Sie auf den Urheber &#8211; mit dem nackten Finger! &#8211;<br />
Schändung!, schreien Sie ruhig &#8220;Schändung&#8221;, es ist ein außerordentlich kluges Wort &#8211;<br />
vergessen Sie nicht, vergessen Sie nicht, dabei ein- und wieder auszuatmen,<br />
Sie wollen es tunlichst vermeiden, dass Ihnen ausgerechnet dann der Atem stockt,<br />
wenn Sie parieren müssen.<br />
<span id="more-2169"></span><br />
Seien Sie kein Klischee, überraschen Sie mit Ihrer Einfältigkeit,<br />
Menschen sind sehr fasziniert von unerklärlicher Dummheit,<br />
sie suchen nach ihr wie ein Detektiv nach einem Mörder.<br />
Machen Sie sich Listen, Pros und Contras &#8211; und schmeißen Sie dann die Pros weg,<br />
aber immerhin wissen Sie dann, gegen welche Gegenargumente Sie sich vehement wehren können,<br />
ganz gleich, wie valide die Punkte sind. </p>
<p>Seien Sie selbstherrlich, in Ihrer Welt sind Sie der König, sind SIE die Königin,<br />
werden Sie pampig, das kommt immer sehr gut an.<br />
Lassen Sie Gegenkritik einfach an sich abprallen,<br />
schreien Sie laut in den Raum hinein: ICH BIN EINE EINZIGARTIGE LOTUS-BLÜTE!<br />
Doch vergessen Sie nicht: Wo Sie Recht haben, haben wirklich NUR Sie Recht.<br />
Die Kunst besteht darin, sich von einem ominösen, allwissenden Nebel umschmeicheln zu lassen. </p>
<p>Werden Sie aggressiv, wenn es sein muss.<br />
Das Gegenüber ist nicht immer gewillt, Gepöbel zu ertragen,<br />
aber durch Lautstärke lässt sich dieses Problem sehr leicht lösen,<br />
schreiben Sie in Großbuchstaben, wenn das Medium die Erhebung der Stimme nicht zulässt.<br />
Stecken Sie Ihre Wut in Brand und rennen Sie wutentbrannt durch eine vor sich hinlebende Menschenmasse.</p>
<p>Tun Sie das alles in dem Bewusstsein, dass nichts Ihnen gehört.<br />
Sie müssen absolut nichts verändern, nichts verbessern, nichts verschlechtern,<br />
Sie dürfen das ja nicht einmal,<br />
in einer Welt voller restriktiver Urheberrechte ist jeder Eingriff durch eine dritte Person ein Verbrechen, eine Grenzüberschreitung.<br />
Kulturelles Gut, in der Tat, gehört uns nicht allen, obgleich wir uns damit rühmen.<br />
Es gehört dem oder der Einzelnen und einzig er oder sie entscheidet, was damit geschieht.<br />
Alle wollen sich mitteilen &#8211; nur wenige machen mit, teilen. </p>
<p>Optimale Verhältnisse für einen parasitären Kritikjunkie,<br />
fressen Sie ruhig die Untaten der anderen,<br />
rufen Sie die Hotline an und pöbeln Sie,<br />
wenn Sie mal wieder einen Rechtschreibfehler entdecken.<br />
Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu editieren.</p>
<p>Sie dürfen diese Arbeit missbilligen.<br />
Werfen Sie sie an die Wand, wenn Sie mögen, stoppen Sie Türen damit,<br />
halten Sie Fenster offen, machen Sie sich ein Lagerfeuer.<br />
Aber Sie haben hierbei, welch ein Geschenk, die Freiheit, viel mehr zu tun.<br />
Nehmen Sie sich den grässlichsten Text heraus, schreiben Sie ihn um,<br />
verbreiten Sie die neue Version und wenn Sie mögen &#8211; verkaufen Sie sie einfach.<br />
Machen Sie Kunst –<br />
reißen Sie das Buch in Stücke und stellen Sie es aus.<br />
Versuchen Sie sich an einem neuen Geschäftsmodell:<br />
Dem Verkauf eingescannter Bücher zu einem Bruchteil des Originalpreises.<br />
Statt 16,99 Euro könnten Sie auch nur 99 Cent verlangen.<br />
Das ist ein guter Preis für eine über 350 Seiten dicke PDF.<br />
Sie könnten auch alle Seiten scannen, die Texte digital extrahieren und sie dann auf eine eigene Internetseite mit vielen Werbeeinblendungen anbieten.<br />
Sie sehen, die Möglichkeiten, Kapital daraus zu machen, aus der Freiheit, mit kulturellem Gut<br />
tun und lassen zu können, was Sie mögen, sind äußerst vielfältig. </p>
<p>Doch: Bleiben Sie fair.<br />
Nennen Sie die Namen der Urheber, wenn Sie schon Schandtaten mit ihren Werken<br />
vollbringen.<br />
Erlauben Sie den Menschen, Ihre eingescannten Dokumente weiterzuverwenden.<br />
Seien Sie Teil einer gigantischen Menschenkette,<br />
seien Sie Zündfunke in einer Gesellschaft, in der Menschen ihre kulturellen Erzeugnisse nicht mehr hermetisch abschließen, sondern für alle öffnen. </p>
<p>Damit eines Tages George Lucas nicht die einzige Person auf diesem Planeten ist, die digital neu bearbeitete Versionen von Star Wars auf den Markt schmeißen kann.<br />
Sie und ich, wir wissen, was für eine schöne neue Welt das wäre.</p>
<p>Sie dürfen diese Arbeit missbilligen.<br />
Sie dürfen aber &#8211; und das ist äußerst erstrebenswert &#8211; den Anspruch haben und den Anspruch stellen, dass der nackte Finger, der auf den Urheber zeigt, nichts weiter ist als der Anfang eines neuen Schöpfungsprozesses.</p>
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